Lattes Start ins Leben war nicht der beste. Er wurde von einem Hinterhof Züchter an eine Familie verkauft, die ihn im Hof als Wachhund halten wollte. Er sollte Haus und Hof beschützen. So lebte Latte in einer Ecke des Hofes und wurde mit Brot und Essensresten gefüttert. Nach und nach magerte Latte nicht nur bis auf die Rippen ab, auch wurde er von Räudemilben befallen,was diesen geschwächten Tieren häufig geschieht. Auch kam Latte seinen „Pflichten“ nicht nach, anstatt Menschen zu verbellen, begleitete er jeden Besucher freundlich wedelnd zum Eingang des Hauses, das er nicht mehr betreten durfte. Als die Besitzer auf Lattes Räude aufmerksam wurden, da war ihre einzige Angst, sich bei ihr anzustecken.
Auf Anraten eines benachbarten Teppichhändlers wuschen sie Latte mit Bleiche, um die Räude zu beseitigen. Was sie erreichen wollte ist klar, aber auch, was sie erreicht haben.
Lattes Fell und Haut wurden ihm vom Leib geätzt. Und als sie ihr Werk sahen, Latte lag inzwischen ohnmächtig vor Schmerz vor ihnen, da fiel ihnen nichts besseres ein, als das hilflose Tier einfach im Tierheim abzuliefern.
Man mag sich garnicht vorstellen, wie Latte aus der Ohnmacht erwachte, mit rasenden Schmerzen am ganzen Leib, in einer völlig fremden Umgebung und vollkommen hilflos.
So jedenfalls fanden unsere Helfer dort auf und die Panik stand ihm noch ins Gesicht geschrieben.
Für Latte war es ein sehr, sehr langer Weg in der Klinik. Verätzte Haut heilt nur sehr langsam und ist immer anfällig für Infektionen.
Aber mit viel Mühe seitens der Ärzte, mit viel Liebe in der Betreuung und mit Hilfe der benötigten Spendengeldern konnten wir Latte helfen. Sicher, man wird ihr das, was ihr geschehen ist immer ansehen, aber sie ist schmerzfrei und spielt, schmust und tobt gerne voller wieder gewonnener Lebensfreude herum.
Was jetzt noch fehlt, das ist ein zu hause, das Latte mit seiner freundlichen Art aufhellen darf.
Wollen sie diesen Sonnenschein vielleicht adoptieren und damit ein neues leben schenken? Dann bitte melden sie sich, Latte ist bereit zum Aufbruch. Zu den Filmen Kontakt